Frühling in seiner schönsten Form
Noch bevor man es richtig merkt, verändert sich die Landschaft. Das Grau des Winters macht Platz für Farbe—jede Menge Farbe. Gleich außerhalb des Keukenhofs tritt man das letzte Stück gegen den Wind, und dann… da sind sie. Endlose Tulpenfelder, die wie ein lebendiges Gemälde an einem vorbeiziehen. Reihen in Rot, Gelb, Lila und allen Farben dazwischen; ordentlich in Reih und Glied, aber gleichzeitig verspielt in der Frühlingsbrise wogend.
Farben, die bleiben
Rund um die Blumenzwiebel-Felder bei Lisse scheint es, als hätte jemand die Sättigung der Welt ein kleines Stück erhöht. Man riecht den Frühling, hört das sanfte Summen der Bienen und das Knirschen der Reifen auf dem Asphalt. Ab und zu steigt man ab—nicht weil man muss, sondern weil es nicht anders geht. Einen Moment innehalten, schauen, und automatisch entweicht ein „Oh“ und „Ah“, als sähe man es zum ersten Mal.
Eine bewegte Postkarte
Zwischen den Feldern tauchen Windmühlen auf, Gräben spiegeln den Himmel, und irgendwo in der Ferne fährt ein Traktor ungestört seine Runden. Man radelt an Ständen mit frischen Blumen vorbei, wo sich ein Strauß Tulpen fast von selbst in die Tasche schiebt. Noch ein Stück weiter, noch eine Kurve, noch ein Blick über diese bunte Landschaft—und man weiß: Das ist die Niederlande von ihrer allerschönsten Seite.